Fachbegriffe


 

Die Fachbegriffe stammen von Lars von Domarus. Wir danken Lars sehr für seine Mühe.

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Begriff Erklärung

Achat-Syndrom
(Arachnodaktylie)
Mutation eines Gens führt zur Ausbildung extrem langer und dünner Finger, Herzfehlern und einer Fehlbildung der Augenlinse.
ABI

 

 

 

Auditory Brainstem Implant. Ein Gerät, dass durch elektrische Stimulation des Hirnstammes einen Höreindruck vermittelt.

www.cochlea.com

 

ADS Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom.
Akustikusneurinom Tumor am Hörnerv.
Allele Zustandsform einzelner Gene die durch Mutation entstehen können. Die Anzahl der möglichen Allele eines Gens ergibt sich aus der Anzahl der Nucletidpaare und der Tatsache, daß jedes Paar durch Basenaustauschmutation gegen drei andere ausgetauscht werden kann, und daß an jeder Position mindestens ein Nukleotidpaar eingefügt, oder verloren gehen kann. Daraus folgt, daß aus einem Gen mit 1000 Nucletidpaaren etwa 5000 Allele hervorgehen können.
Aminosäuren Bausteine der Proteine.
Astrozyten Gliazellen mit sternförmigen Verzweigungen. Gliazellen haben eine ähnliche Funktion wie Bindegewebszellen, sind aber ein eigener Zelltyp.
Astrozytom Hirntumor der von den Astrozyten ausgeht. Man unterscheidet 5 Stufen der Bösartigkeit. I = gar nicht bösartig, II = nicht bösartig; III = Übergangsstadium, IV = bösartig; V = sehr bösartig. Das bösartigste Astrocytom nennt man auch Glioblastom.
Autosomal dominante Vererbung Art der Vererbung einer Krankheit, bei der jedes Kind einer erkrankten Person eine 50% ige Chance hat, die Krankheit nicht zu erben.
Axillen Axelhöhlenhaut.

B

Basenaustauschmutation Entweder Transition, bei denen Purine gegen Purine oder Pyrimidine gegen Pyrimidine ausgetauscht werden, oder Transversion, bei denen Purine gegen Pyrimidine (oder umgekehrt) ausgetauscht werden. (siehe Konsequenz)
Bilateral Auf beiden Seiten (beidseitig).

C

Café-au-lait-Flecken Hellbraune Flecken (Farblich wie Milchkaffee).
Chemotherapie Chemische Tumorbehandlung mit Medikamenten.
Chromosom(en) Vorhandenes Erbgut eines Lebewesen in Form eines fadenförmigen Gebildes (Doppel-Helix). Das NF1 Gen liegt auf dem Chromosom 17, das NF2 Gen auf dem Chromosom 22. Der Mensch hat 46 Chromosomen. Jeweils 23 stammen von einem Elternpaar.
CI Cochlea Implantat. Siehe ABI.
Codon Eine von möglichen 64 Dreier-Kombinationen der vier Nucleinsäure-Basen (Nucletide).
A,C,G & T in der DNA und A,C,G & U in der>RNA. (siehe auch Tabelle unten)
Computertomographie (CT) Bildgebendes Diagnoseferfahren. Computerisierte Röntgenuntersuchung, die genaue Bilder von inneren Organen, Kopf oder Extremitäten liefert.

 

D
Dermal In der Haut.
Dermatologe Hautarzt.
DNA (DNS) Das Erbgut (Desribonukleinsäure (acid = engl. Säure)).
Doppel-Helix Die DNA besteht aus vier Bestandteilen (A=Adenin, T=Thymin, G=Guanin, C=Cytosin), daß sich wie bei einer Leiter sprossenförmig aufreit. Die verdreht sich dann erst in sich, und dann nochmal komplett spiralförmig.
E
Ektoderm Embryonales Gewebe, aus dem sich das gesamte Nervensystem, also das Gerirn, das Rückenmark und die Nerven bilden. Außerdem alle Sinnesorgane, Haare, Nägel, Zahnschmelz, Haut-Drüsen, Milchdrüsen, sowie die Haut und die Hypophyse.
Endoderm Embryonales Gewebe, aus dem sich die Auskleidung des Darms, der Lunge und Luftröhre und der Blase und Harnleiter, die Leber, die Bauchspeicheldrüse, die Mandeln, die Schilddrüse und Nebenschilddrüsen und der Thymus bilden.
Enzyme Eine Art Katalysator, die chemische Prozesse durch bloße Gegenwart in Gang bringen (oder beschleunigen), die ohne sie nicht stattfinden. (Transferase, Hydrolase, Lyrase, Ligase ....)
Extremitäten Arme und Beine.

F

Fibrom Gutartiges Bindegewebs-Geschwulst.
Fibromatose Gehäuftes Auftreten von Fibromen.
Frater-Pazinisches Teilchen Druckempfindliche Nervenzelle (Druckrezeptor).
Freckling Sommersprossenartige Flecken unter den Achseln und/oder im Leistenbereich.
Fusiform Spindel- oder Schlauchförmig; bei Neurofibromen sind dies solche, die sich spindel- oder schlauchförmig an die Nervenbahnen anschmiegen.

G

Geistig retardiert In der Entwicklung geistiger Fähigkeiten zurückgeblieben.
Gen Kleinste Einheit der Vererbungssubstanz. Tausende Gene, die in spezieller Reihnfolge angeordnet sind, formen die Chromosomen.
Genom Gesamtheit aller Erbanlagen. Das menschliche Genom enthält ca. 70'000 Gene.
Gliom Spezielle Form eines Gehirntumors.
Glioblastom Bösartige Form eines Gehirntumors.

H

Hamartom Gutartiger Tumor, der durch fehlerhafte Gewebezusammensetzung gekennzeichent ist. Der Tumor besitzt keine weitere Wachstumstendenz.
Hemihypertrophie Riesenwachstum einer Hälfte des Körpers oder eines Teiles des Körper, wie z.B. des Gesichtes. Kommt bei der Neurofibrommatose selten vor.
Heterozygot Gemischterbig. Die Allele eines Gens sind verschieden. Eine Hälfte von der Mutter, die Andere vom Vater.
Homozygot Reinerbig. Die Allele eines Gens sind gleich.
Hyperpigmentierung Ist eine kleinfleckige bräunliche Verfärbung der Axillen.
I
J
K
Katarakt Eine Trübung der Augenlinse.
Kernspin (-tomographie) siehe MRT.
KM Abkürzung für "Kontrastmittel" (Manchmal auch CM)
Konsequenz Mögliche Konsequenz von (Basenaustausch)mutation:
UAC (Tyrosin) -> UAU (Tyrosin) - Gleichsinn
UAC -> UUC (Phenylalanin) - tolerierbar
UAC -> UGC (Glyzin) - nicht tolerierbar
UAC -> UAG (Stop) - Hätte fatale Folgen, ähnlich als wenn man mitten im Programm ein 'End Of File' einfügen würde.
Kutan (Cutan) Die Haut betreffend.
L
Leiomyome Tumore, die von glatter Muskulatur ausgehen.
Lisch-Knötchen Kleine, harmlose, leicht erhabene Knötchen (Zellanreicherungen) auf der Regenbogenhaut des Auges, die häufig bei Neurofibromatose auftreten. Sie verursachen aber keine Probleme beim Sehen.
M
Meningiom GutartigerTumor der Hirnhaut oder der Rückenmarkshaut.
Meiose Reduktionsteilung. Der Chromosomenbestand wird gegenüber der Ausgangszelle um die Hälfte reduziert. Dadurch wird erreicht, daß die Anzahl der Chromosomen in den geschlechtlichen Fortpflanzungszellen jeweils auf die Hälfte vermindert wird, so daß das Verschmelzungsprodukt wieder die artspezifische Anzahl erhält.
Mesoderm Embryonales Gewebe, aus dem sich, vereinfacht dargestellt, die Muskulatur, die Blutgefäße und das Herz, die Muskulatur des Magendarm-Trakt, das Bindegewebe, die Zellen der Lymphe und die Blutzellen, die Milz, die Nieren und Nebennierenrinde entwickeln.
Mitose Zellteilung. Jede Zelle erhält den kompletten Satz Chromosomen.
Mosaik Normalerweise ist das NF-Gen in jeder Zelle defekt. Es kommt aber auch vor, daß nur bestimmte Zellen betroffen sind. Z.B. Nur die Hautzellen, aber nicht die Blutzellen. In diesem Fall spricht man von Mosaik.
MRT Magnetresonanztomographie (auch als Kernspintomographie bezeichnt); bildgebendes Diagnose-Verfahen unter Nutzung eines Magnetfeldes (also ohne Röntgenstrahlung) welches eine exakte Darstellung von Organen, Gewebe und Tumorgewebe erlaubt.
Mutation (Spontane) Veränderung im Erbgut. Punktmutation, Basenaustauschmutation, Rastermutation.
N
Neuralgie Nervenschmerz. Oft heftige, anfallsweise auftretende Schmerzzustände im Versorgungsgebiet eines sensiblen Nerven. Der Schmerz kann wellenförmig, attackenmäßig oder anhaltend auftreten, und wird als stechend, bohrend, reißend, brennend empfunden. Er bleibt meist auf ein umschriebenes Gebiet begrenzt.
Neuro... Die Nerven betreffend...
Neuroektoderm Embryonales Gewebe, aus dem sich das Zentralnervensystem, also das Gehirn und das Rückenmark entwickelt
Neurofibrom Lappige oder nierenfömige vom Bindegewebe eines Nerven ausgehende gutartige Geschwulst.
Neurofibromatose Gehäuftes auftreten von Neurofibromen, sowie Café-au-lait Flecken, Frekling.
Neurologe. Nervenarzt.
Nodulär Knötchenförmig; Noduläre Neurofibrome sind knötchenförmig Auftreibungen an den Nervenbahnen.
Nukleotide
(Nukleotidpaare)
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O
OB Abkürzung für "Ohne Befund"
Optikusgliom Tumor des Sehnerven, der bei Neurofibromatose auftreten kann.
Orbita Augenhöhle.
P
PET Positronen-Emissions-Tomografie (neueres Bildgebendes Verfahren) .
Pleiotropie Bezeichnet die Tatsache, daß ein Gen nicht nur an der Realisierung eines Merkmals beteiligt ist, sondern die Ausbildung mehrerer Merkmale beeinflußt.
(s. Achard-Syndrom)
Plexiform Geflechtartig; Plexiforme Neurofibrome sind solche, die mit mehreren Fortsätzen geflechtartig in das gesunde Gewebe einwachsen.
Proteine Proteine sind aus bis zu 20 versch. Aminosäuren zusammengesetzte Makromoleküle.(Eiweiße)
Pseudoarthrose Scheingelenk, falsches Gelenk.
Punktmutation Punktförmige, jeweils einzelne Nucletid(paar)e betreffende Mutation.
Q
R
Rastermutation Mutation durch Einfügen (Insertion) oder Entfernen (Deletion) einer oder mehrer Nucletid(paar)e.
RNA (RNS) Ribunukleinsäure
S
Sarkom Bösartiger Bindegewebstumor.
Schwannsche Zelle Spezielle Form einer Nervenzelle.
Schwannom Gutartiger Tumor durch übermäßiges Wachstum von Schwannschen Zellen.
Skoliose Krankhafte Verkrümmung der Wirbelsäule.
Spontanmutation Zufällige, eigenständige Veränderung des Erbgutes. (s. Mutation)
Subkutan Unter der (die) Haut.
Suppression Die NF-Gene sind sogenannte Tumorsuppressorgene. Das heißt, im gesunden Zustand unterdrücken sie Mutationen. Bei NF-Kranken sind diese Gene defekt oder fehlen ganz. Deshalb können auch erst die Fibrome entstehen, und die Chance der Entartung steigt.
Symptom Krankheitskennzeichen; zu einer bestimmten Krankheit gehörende Erscheinung bzw. krankhafte Veränderung.
T
Tumor Geschwulst (meist im negativen Sinn gemeint).
U
V
W
X
Y
Für Hinweise auf Fehler, und Ergänzungen bin ich dankbar.
diese Seite hat Lars von Domarus erstellt
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